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Sa 07.11.2026, 19:00 Uhr

Musik für den Krieg

Musik für den Krieg

„Musik für den Krieg“ Samstag 7. November 2026 | 20 Uhr Detlef Diederichsen im Gespräch mit Peter Lau Kriegerische Trommeln, Militärmärsche, Hymnen auf tapfere Schlachtenlenker: die Verbindung zwischen Krieg und Musik ist uralt. Den Krieg zu besingen, ist Teil des Musiklebens und Teil unserer Musikkultur. Dennoch erscheint einem diese Verbindung fremdartig und gruselig. Musik wird im allgemeinen mit hohen, positiven Gefühlen in Verbindung gebracht: Liebe, Glück, Freude. Oder ist das nur Ausdruck einer Naivität, die durch das Aufwachsen und die Sozialisierung in der westlichen Popkultur der Post-Woodstock-Ära und ihren Hymnen wie „Give Peace A Chance“, „Peace Train“ und „One Love“ angefüttert wurde? Ist es gar Ausdruck eines Verschließens von Ohren, Augen und allen Sinnen vor der Wirklichkeit des Krieges – und seiner Musik? Darüber sprechen Detlef Diederichsen und Peter Lau am 7. November 2026 ab 19 Uhr im 8. Salon in Hamburg miteinander, spielen Musik vor und zeigen Videos. Detlef Diederichsen publiziert seit 50 Jahren professionell über Musik, hat vor 46 seine erste Platte veröffentlicht und im selben Jahr den Wehrdienst verweigert. Er schreibt für die „taz“ die regelmäßige Kolumne „Böse Musik“, hat gerade mal wieder ein Label gegründet und lebt in Hamburg. Peter Lau war schon Musikjournalist, Filmjournalist, Wirtschaftsjournalist, Foodjournalist und vieles andere. Er ist Mitorganisator des Kollapscamp, Mitbetreiber eines Zukunftskarussells auf Substack und davon überzeugt, dass unser gesamtes Leben von Gewalt bestimmt wird. Samstag 7. November 2026 | 19 Uhr Youssef Tabti | Ästhetik des Krieges (2010) / Soundcollage (60 min) Die Klanginstallation Ästhetik des Krieges beschäftigt sich mit der medialen Darstellung und Wahrnehmung des Krieges. Sie basiert auf Ausschnitten aus Tonaufzeichnungen amerikanischer Spezialeinheiten während gezielter nächtlicher Militäroperationen im Irak und in Afghanistan. Die Angriffe werden aus großer Entfernung mithilfe von Flugzeugen oder Satelliten koordiniert. Die Klangcollage montiert und bearbeitet die Dialoge zwischen denjenigen, die ein Ziel identifizieren, und jenen, die den Befehl zum Schuss ausführen. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die unterschiedlichen Klangqualitäten und Texturen des Materials. Aus den militärischen Funkübertragungen entsteht ein Soundtrack, dessen klangliche Schönheit in einem beunruhigenden Gegensatz zu seinem Inhalt steht. Die Arbeit untersucht damit die ästhetische Dimension medial vermittelter Gewalt und das Spannungsverhältnis zwischen der sinnlichen Wahrnehmung von Klängen und der Realität des Krieges. Youssef Tabti, geboren in Paris, lebt und arbeitet in Hamburg. In seiner künstlerischen Praxis verbindet er historische Recherche mit Klang-, Raum- und Videoinstallationen sowie Texten, Fotografien und Objekten, um gesellschaftliche und politische Zusammenhänge sinnlich erfahrbar zu machen.

Ort: 8.Salon | Trommelstraße 7

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