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Sa, 24.01.2009, 21:00 Uhr

h7-club mit Olaf Hochherz, Alexander Schubert und Heiner Metzger

Bild zu h7-club mit Olaf Hochherz, Alexander Schubert und Heiner Metzger

Olaf Hochherz - live-elektronik
Alexander Schubert - live-elektronik
Heiner Metzger - soundtable
elektroakustische Improvisation

Olaf Hochherz arbeitet mit Kombinationen aus analoger und digitaler Technik, mit kleinen Computer Programmen und einfachen elektronischen Instrumenten. Derzeit arbeitet er mit einem Instrument welches aus mehreren Piezos, einem Buch und einem Mischpult besteht. Ein Instabiles System welches ein Eigenleben hat und sich nur bedingt kontrollieren lässt. "In meinen Performances so scheint mir, arbeite ich mit einer (gebrochenen) Naturalisierung der Technischen Apparatur. Dies ermöglicht mir Klangereignisse mit Assoziationen zu verbinden. Ich bewege mich über dem Dreieck von Natur, Leben und Determination, es bildet das Feld über welches vorgegeben wird, Kontrolle auszuüben."

Alexander Schubert, geboren 1979 in Bremen, studierte in Leipzig Informatik und Biologie mit den Schwerpunkten Neuroinformatik und Kognitionswissenschaften. Parallel dazu war er als Musiker und Komponist in verschiedenen Kontexten tätig. Nachdem er ein Jahr am ZKM in Karlsruhe am Institut für Musik und Akustik gearbeitet hat studiert er seit 2007 Multimediale Komposition an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Grundsätzlich beschäftigt er sich genreübergreifend mit der Schnittstelle akustischer und elektronischer Musik. Formal notierte Live-Elektronik-Kompositionen und Tonbandwerke gehören genauso zu seinem Arbeitsfeld wie der Entwurf von Software-Setups und Manipulation / Entwurf von Instrumenten für eine intuitive Bedienung im improvisierten Kontext. Als konstanter Schwerpunkt zieht sich die Arbeit mit geräuschhaften Klängen durch seine Arbeit, realisiert durch unkonventionelle, Präparationen nutzende Spielweisen und die Verwendung von Fieldrecordings. Seine technische Ausbildung bietet die Grundlage für differenzierte Nutzung und individuellen Entwurf von Klangsynthese- und musikalischen Steuerungs-Programmen (z.B. in der Installation „A Set of Dots“). Neben seiner Tätigkeit als Komponist und Solo-Instrumentalist gründete er folgende Ensembles: „Schubert-Kettlitz-Schwerdt“ für ausschließlich auf Geräuschen basierende Improvisation, das vollständig elektronische Trio „Trnn“, welches im Spannungsfeld zwischen dichten Lärmteppichen und akzentuierten Klangfarben- und Dynamikbrüchen arbeitet. Die Formation „Ember“ (Saxophon, Schlagzeug, Piano, Elektronik) bewegt sich in einem zumeist reduzierten, polyrhythmischen Raum zwischen Free Jazz und zeitgenössischer Kammermusik. Schubert hat zu verschiedenen szenischen Projekten als Musiker, Komponist und Programmierer beigetragen (z.B. für das von den Wiener Festspielwochen in Auftrag gegebene Theaterstück „151 Meter über dem Meer“). Alexander Schubert kuratiert das Musikfestival für Zeitgenössische Elektronische Musik in Leipzig und betreibt den Ahornfelder-Verlag für experimentelle Audio- und Buchveröffentlichungen.

Eintritt: 6 €
Ort: Blinzelbar
Web: www.hierunda.de/h7-club.html

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