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So, 11.01.2009, 20:00 Uhr

CD Release Konzert

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CD-Release Konzert:
\"Xylobiont\"
John Eckhardt - Solo Kontrabass
Psi Records 2008; TT: 67:13
Produziert von Evan Parker & Martin Davidson. Mastering Jürgen Hall.

PSI Records Info:
\"Auf seiner ersten Solo-CD mit Improvisationen setzt John Eckhardt Technik und Sensibilität ein, wie sie ansonsten Xenakis, Feldman oder Ligeti ihren Interpreten abverlangen. Einige der Klänge lassen an elektronische Bearbeitung und Mehrspurverfahren denken (die nirgendwo verwendet werden) - eine von Eckhardts wichtigsten musikalischen Strategien besteht in der Erforschung des polyphonen Potentials einer gegebenen Spielsituation, eine weitere in der scheinbar obsessiven Konzentration auf scheinbar begrenzte Bereiche der Instrumentaltechnik, bis diese ihre innere Vielfalt und Komplexität freigeben.\"



Pressestimmen


Touching Extremes (ITA):
Mit \"Xylobiont\" empfiehlt sich John Eckhardt ausdrücklich für das Pantheon der Neue Musik Solisten, und das hat seinen Grund. Das instrumentale Können, das sich in diesen acht Stücken des Hamburgers zeigt, ist nichts weniger als fantastisch. Dennoch wird Sie keine schriftliche Beschreibung auf die unglaubliche Prägnanz von Eckhardts rasiermesserscharfem Spiel vorbereiten, mit dem er an zahlreiche Facetten heutiger Kreativität rührt, ohne dabei auch nur für einen Moment den klaren Kopf zu verlieren. \"Xylobiont\" ist ohne Frage ein bedeutendes Statement, eine Verkündung der Existenz eines außerordentlich vollendeten Virtuosen.


Dusted Magazine (USA):
John Eckhardt setzt Technik und Imagination ein und schafft so Werke, die weder Kompositionen noch Improvisationen sind; sie sind organische Systeme, die ihr eigenes Bewusstsein entwickeln. Zeitweise erreicht sein Spiel so rauschhafte Zustände, dass es zu schweben scheint. Eckhardts Spontaneität und Formgebung drücken etwas aus, was über die Musik hinaus weist, jedoch nicht unbedingt außermusikalisch ist. Eckhardt erforscht einen Raum, in dem sich der Klang und seine Organisation als ein natürliches Phänomen zeigen, und rührt an eine ganze Welt der Stimmungen jenseits der einen der menschlichen Emotion.


The Strad (GB):
Auf dieser höchst innovativen Aufnahme stellt der Komponist und Kontrabassist John Eckhardt vorgefasste Meinungen über den Klang seines Instrumentes in Frage. Mit Erfolg: er schafft Klanglichkeiten und Texturen, die völlig unerwartet sind und mitunter aus einer anderen Welt zu kommen scheinen. Die Ergebnisse sind intensiv, von lebendiger Farbigkeit und oftmals hypnotisierend. Diese CD entstand \"ohne Overdubs, ohne Schnitte und ohne elektronische Bearbeitung\", was die erzielten Effekte noch fantastischer macht. Jedes Stück hat seine eigene, deutlich unterschiedene Identität, und die langsam wuchernde Intensität der Musik zieht sich über die gesamte Länge dieser rätselhaften wie reizenden Platte, unterstützt vom lebendig aufgenommenen Klang.


SWR2 (D):
Umspielungen, Steigerungen, Entwicklungen, gelegentlich gar dramatische Zuspitzungen zählen zum Konzept des Musikers, der immer wieder die klangfarbliche Vielfalt aus einem Klang oder einer Geste zu entwickeln sucht. Statik ist dieser Musik fremd: egal ob der Kontrabassist mit kontinuierlich fließendem Bogenstrich Klangräume aufspannt und Obertonstrukturen herausarbeitet, ob er einen Grundklang durch Änderungen des Bogendrucks oder der zuweilen ungewöhnlichen Strichstelle des Bogens zum Flirren und Leuchten bringt, oder ob er im Wechsel mit Pizzicatospiel die Bogenstange perkussiv einsetzt und rhythmische Patterns gestaltet, die er fortspinnt zu polyrhythmischen Passagen. John Eckhardt gelingt eine Verbindung von Klangforschung, sich entwickelnden Formen und rhythmisch pulsierenden Gestalten.


Volume Mag (F):
Mit einer vorsichtigen Bewegung seines Bogens begibt sich Eckhardt auf seine Reise der Drones an den Pforten der Stille; anderswo wechseln sich Wiederholung und Stille ab, bis sie einander verzehren, um am Ende aber auf den klanglichen Möglichkeiten des Instrumentes zu bestehen. So instabil diese auch sein mögen, umso überzeugender ist John Eckhardt, der sein Anliegen meistert und zu einer bemerkenswerten Ästhetik findet.


All About Jazz (USA):
Herausragend und leuchtend. Über die gesamte Dauer dieser faszinierenden Improvisationen demonstriert Eckhardt seine tiefe Kreativität, die auf gelassener Beobachtung und Akzeptanz selbst der seltsamsten Klänge beruht, die aus seinem Instrument kommen. Eckhardts Bewusstsein ist frei von oberflächlichen Unterscheidungen im Moment des Spielens, was zu einem freudvollen Überschwang und einem organischen Fluss führt, wenn er seine musikalische Sprache spricht. Sein meisterhaftes und hypnotisierendes Spiel schafft ein Moment der totalen Versenkung auf dieser tieftönenden Reise.


Le son du Grisli (F):
John Eckhardt, ein Bewunderer von Iannis Xenakis, Morton Feldman und György Ligeti, nähert sich seinem Instrument wie ein Forscher, und findet am Ende zu einer Reihe großartiger Improvisationen. Er interessiert sich für die Bewegung, spielt aber gleichzeitig mit den Freuden der Stasis, und widmet sich gleichermaßen der Polyphonie. Langsam lässt er seinen Bogen gleiten, schafft elegante Pizzicato-Konstruktionen oder setzt feinste Dynamik ein, um so die Errungenschaften der Elektronik-Minimalisten zu hinterfragen. Von Ambientstücken bis hin zu Dekonstruktionen, von vorne bis hinten ändert Eckhardt die Gangart seiner Darbietung stets so gewandt, dass sie unverzichtbar wird.


Destination Out (CAN):
Vielleicht mag ich John Eckhardts neues Solo, weil es kaum je wie das Werk eines einzelnen Instrumentalisten klingt. Stattdessen eröffnet Eckhardt betörende Klangfelder voller Subtilität und Geheimnis. Er arbeitet dabei mit vielem was ihm der dunkel hallende Raum bietet, in dem die Aufnahmen entstanden sind.


CISM 89,3FM (CAN):
John Eckhardt est vraiment vraiment deep.


Bad Alchemy (D):
Mehrstimmige Drones bringen à la Scelsi das ‚Innere‘ eines Tons spektralharmonisch zum Schwingen. Von beiden Seiten des Stegs schabt Eckhardt die erstaunliche Klangfülle und schillernden Klangfarben von ‚Bäck‘ ebenso wie den stehenden ‚Blaston‘ von ‚Bruson‘, auf den dunkle, schwere Tropfen fallen. Mikrotonale ‚Monotonie‘ changiert mit schäbigen Glissandi, Regelmäßigkeit mit nichtlinearer Dynamik, in sich vibrierende Haltetöne und akribische Reibungen verwandeln Holz in Zellulose und schwammige Auswüchse. Eckhardt steht auf organische Bildhaftigkeit, seine Klänge wachsen, sind Wind (‚Tenh‘) und Regengetröpfel (‚Mbhere‘, ‚Mob‘), aber dann doch auch eine federnde Automatik (‚Noo Bag‘) und bei ‚TTzz‘ ein Tanz der Fingerkuppen auf schnarrenden Saiten.


Weitere Informationen, vollständige Rezensionen und Musik auf www.myspace.com/eckhardtjohn

Ort: Forum Neue Musik in der Christianskirche | Klopstockplatz 2
Web: myspace.com/eckhardtjohn

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